Rund 23.000 Men­schen waren es nach Ver­an­stal­ter­an­ga­ben, die am vor­ver­gan­ge­nen Wochen­en­de in Ber­lin unter dem Mot­to „Wir haben es satt — Bau­ern­hö­fe statt Agrar­in­dus­trie!“ anläß­lich des Agrar­mi­nis­ter­gip­fels für eine Neu­aus­rich­tung der Agrar­po­li­tik demons­triert haben. Die Demons­tran­ten wer­fen der Bun­des­re­gie­rung vor, sich bei der Reform der EU-Agrar­po­li­tik nur­mehr als „Steig­bü­gel­hal­ter für die Agrar­in­dus­trie“ zu betä­ti­gen, statt die „For­de­run­gen der Zivil­ge­sell­schaft“ durch­zu­set­zen. Agrar­zah­lun­gen soll­ten grund­sätz­lich an öko­lo­gi­sche, sozia­le und Tier­schutz­kri­te­ri­en gekop­pelt sowie für Groß­be­trie­be gede­ckelt wer­den. Die Zivil­ge­sell­schaft sei „gegen Lebens­mit­tel­skan­da­le, Gen­tech­nik im Essen und Tier­quä­le­rei in Mega­stäl­len“. War­um nicht ein­fach alle öko­lo­gi­schen, gesund­heit­li­chen, sozia­len und tier­schüt­ze­ri­schen Punk­te ein­zeln ange­hen? War­um nicht ein­fach ver­bie­ten oder ver­teu­ern, was man als falsch erkannt hat und gezielt beloh­nen und bezu­schus­sen, was man als gut erkannt hat? Die Demons­tran­ten eint ein grund­sätz­li­cher Zwei­fel an der Refor­mier­bar­keit der kon­ven­tio­nel­len Land­wirt­schaft, die dies als unzu­rei­chend erschei­nen las­sen.

Im Arti­kel Kon­ven­tio­nel­le Land­wirt­schaft in der Defen­si­ve — Kor­rek­tu­ren im Detail oder Sys­tem­wech­sel? argu­men­tiert Fritz Feger [agroblogger.de] für eine Dop­pel­stra­te­gie, der gemäß bio- und exten­si­ve Wirt­schafts­wei­sen geför­dert, indus­tri­el­len jedoch ledig­lich pro­blem­spe­zi­fi­sche Gren­zen gesetzt wer­den, statt dem Mas­sen­seg­ment einen ernäh­rungs- und kli­ma­po­li­tisch frag­wür­di­gen Sys­tem­wech­sel abzu­ver­lan­gen. // Arti­kel auf agroblogger.de lesen →

One Response to Konventionelle Landwirtschaft in der Defensive — Korrekturen im Detail oder Systemwechsel? [agroblogger.de]

  1. barbara.kanzian@ueber-land.eu' Barbara sagt:

    ich bin zufäl­lig auf Ihre HP gekom­men, muss Ihnen gra­tu­lie­ren zu die­sem schö­nen Inter­net-Auf­tritt, das sieht man in die­ser Bran­che nicht alle Tage, lg Bar­ba­ra Kan­zi­an